Die AVANTI Story

Wir haben bereits kurz über unsere AVANTI-Philosophie gesprochen. Wir möchten nicht nur qualitativ hochwertige Espresso-Mischungen und andere erlesene Kaffee-Spezialitäten anbieten, sondern wollen vor allem auch Trends setzen. Allerdings ohne die Exklusivität und hohen Ansprüche an uns selbst zu gefährden.

Es gibt eine Zutat, die AVANTI zu der Marke macht, die sie eben ist. Worum es sich dabei handelt, möchten wir Ihnen gerne in einer kleinen Geschichte erzählen. Hat sich unsere Geschichte denn tatsächlich so zugetragen, oder haben wir sie einfach frei erfunden? Diese Frage lassen wir bewusst offen und überlassen dies ganz und gar Ihrer Fantasie. Was zählt, ist ohnehin die Botschaft....

Im Jahre 1644

Unsere Geschichte beginnt vor langer Zeit. Es trug sich zu im Venedig des Jahres 1644, als die Lagunenstadt in voller Blüte stand und sich zum wichtigsten Handelszentrum der alten Welt gemausert hatte. Die Geschichte handelt von einer großen Liebe, die es niemals hätte geben dürfen. Und um eine Verbindung zweier Menschen, die stärker war als alle gesellschaftlichen Zwänge dieser Zeit.

Die fehlende Zutat - Teil I

Angelo war in Venedig geboren. Aufgezogen von liebevollen Eltern erlebte er eine recht unbeschwerte Kindheit. Und auch wenn die Verhältnisse bescheiden waren, so sorgte sein Vater doch stets gut für die Familie. Er hatte es geschafft, eine Anstellung als Gondoliere bei einem der reichsten Kaufmänner der Stadt zu finden. Ein mächtiger Mann, der nicht nur Mitglied des großen Rates von Venedig war. Er diente dem Dogen Francesco Molin höchstselbst als ein enger Berater. So gelang es Angelos Vater, der Familie ein Auskommen zu sichern.

Als sein Vater jung verstarb, übernahm Angelo dessen Gondel und diente fortan an seines Vaters statt dem reichen Kaufmann. Oft hatte ihn sein Vater mitgenommen, und Angelo gefiel das einfache Leben als Gondoliere. Er liebte es, die Sonne über der Lagune aufgehen zu sehen und kannte jeden noch so kleinen Kanal seiner Stadt. Vor allem aber genoss er seine Arbeit, weil er auf diese Weise oft die fabelhafte Julietta zu Gesicht bekam.

Die Tochter des Kaufmannes war von atemberaubender Schönheit und besaß ein freundliches Gemüt. Angelo schwärmte von ihren feinen Gesichtszügen und dem langen, schwarzen Haar, welches in der Sonne glänzte. Trotzdem war er so klug wie bescheiden genug, um zu wissen, dass diese Verbindung keine Zukunft haben konnte. Die wunderschöne Kaufmannstochter gehörte zu den begehrtesten Jungfrauen der Republik. Gewiss würden schon bald Männer von Rang und Ehre in Scharen um sie werben. Und Angelo... er war eben doch nur ein einfacher Gondoliere.

Ein Traum wird wahr...

Doch das Leben geht oft seltsame Wege. So trug es sich zu, dass Feinde der Familie sich anschickten, die schöne Julietta als politisches Faustpfand zu rauben. Aber sie hatten die Rechnung ohne den Gondoliere gemacht. Denn als zwei maskierten Banditen nahe San Polo aus einem dunklen Ausgang auf die Gondel springen wollten, setzte er sich erbittert zur Wehr. Hätten die Feinde des Kaufmannes von der tiefen Liebe des Gondoliere gewusst, so hätten sie vermutlich gleich ein Dutzend Männer geschickt.

Julietta verehrte ihren Helden und auch ihr Vater war froh und äußerst dankbar. Er gewährte seinem Gondoliere einen Wunsch und staunte nicht schlecht, als dieser ihn ersuchte, um die Hand seiner Tochter anhalten zu dürfen. Da Juliettas Herz aber ebenfalls für Angelo schlug, stimmte der Vater nach langem Grämen schließlich widerstrebend zu und das Undenkbare wurde wahr. Noch im selben Jahr heirateten Angelo und Julietta, und schon bald wurde auch das erste Kind geboren.

Angelo diente fortan im Handelskontor seines Schwiegervaters und importierte nun Teppiche, Seide und Gewürze aus der ganzen Welt.

Angelos zweite große Liebe

Schnell zeigte sich, dass Angelo großes kaufmännisches Talent besaß, und die Arbeit brachte ihm große Freude. Eines Tages kam mit einem der Schiffe aus dem Morgenland eine neue Ware an, die dem Leben der Familie eine ganz neue Wendung geben sollte. Von Beginn an war Angelo fasziniert von jenen braunen Bohnen, aus denen sich ein wohlschmeckender Aufguss bereiten ließ. Es erfüllte ihn mit einer nie gekannten Leidenschaft, den Kaffee, wie diese köstliche Spezialität genannt wurde, mit allen Sinnen zu erforschen.

Bald importierte er die verschiedensten Kaffees aus allen Teilen der bekannten Welt und nutzte jede freie Minute, um mit viel Herzblut und Liebe immer neue Kaffee-Kreationen zu ersinnen. Nur die besten Bohnen kamen für den ehemaligen Gondoliere in Frage. Er achtete penibel auf Qualität und wurde schnell zu einem der renommiertesten Kaffee-Spezialisten seiner Zeit. Sehr bald war Angelo weit über die Grenzen der Republik bekannt für seine perfekten und harmonischen Sinfonien aus den edelsten Bohnen dieser Erde.

Wenn's um Kaffee geht: Angelo!

Er gründete zunächst eine eigene Rösterei bei Cavallino Treporti, dann ein Kaffeehaus in Venedig und eines in Jesolo. Sein Name wurde bald zum Inbegriff perfekter Kaffee-Kompositionen, die heiß begehrt waren. Adelige, Kaufleute und gar Könige schätzten und genossen seine edlen Hausmischungen. Man munkelt, dass sich auch Francesco Morosini während der Belagerung Kretas mit Angelos Kaffee-Kreationen bei Laune hielt.

Aus einem bescheidenen Gondoliere war ein exzellenter Kaffee-Kenner und erfolgreicher Geschäftsmann geworden. Auch Julietta war glücklich und an Angelos Seite. Ihre innere Schönheit erhellte alles um sie herum. Das Geschäft wuchs und gedieh. Ständig kamen neue Kaffee-Liebhaber aus aller Welt, die von Angelos berühmten Hausmischungen gehört hatten.

Seine speziellen Kenntnisse und die wertvollen Rezepturen wurden nur innerhalb der Familie weitergegeben, und als sich Angelo mit seiner geliebten Julietta zur Ruhe setzte, konnte er das Geschäft guten Gewissens an seine Kinder übergeben.

Ende gut, alles gut!? Gewissermaßen. Doch damit endet unsere Geschichte nicht. Denn viele Jahre später...

Lust auf Teil II der AVANTI-Story? In Kürze hier online! Besuchen Sie uns bald wieder.